Zu dir ziehts mi hin
Zu dir ziehts mi hin,
wo i geh und wo i bin;
hab kei Rast und hab kei Ruh,
bin a trauriger Bua.
Wenn i Wölkerl au bitt:
"Nehmts mi auf, nehmts mi mit",
fliegens fort mit em Wind
und lassen traurig mi dahint!
Und i weiß no wie heut,
`s hat der Mond so schön gescheint,
bist no gsesse bei mir,
eh i fort bin von dir:
hast mi druckt bei der Hand,
hast mer naus zeigt ins Land,
hast dei Köpferl an mei gloind,
und hast so bitterli gwoint.
"Bhüt di Gott, lieber Bua,
hast mer gnomma all mei Ruh;
was d`mi alles bist gwest,
sag i direrst, wenn du gehst".
Wies mer das hot gsagt,
hots mei Herzerl gwaltig packt,
han i d`Augerl zugruckt
und han die Träne verschluckt.
Bin gar weit umme grennt
in der Welt ohne End;
han di gsucht her und hin,
find kei Dirndl meh wie di!
Jedem Baum han i gsagt,
jeden Bach han i gfragt:
Wies der geht und wies der is
und ob du denkst no an mi gwiß.
Autor: unbekannt
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